Juradistl-Schafwollpellets:
Schützen - Warum Schafwolle eine leicht verfügbare Bioressource aus der Region ist
Die Trockenrasen auf den Oberpfälzer Jurahängen sind Lebensraum für hunderte von Tier- und Pflanzenarten. Viele sind hochgradig gefährdet und auf die besonders trockenen Verhältnisse der offenen, von der Sonne verwöhnten Flächen angewiesen. Dieser Lebensraum braucht den Schäfer und seine Herde, denn der Trockenrasen würde ohne Beweidung zuwachsen. Während die Schafe sich an Gräsern und Kräutern satt fressen, wächst ihre Wolle stetig nach. Schafe im Juradistl-Gebiet werden ca. 1-mal pro Jahr geschoren. Bei der Schur fallen pro Schaf ca. 3 – 4 kg Wolle an. Diese Schafrohwolle ist grob und verschmutzt. Die Juradistl-Schafe leben schließlich draußen und somit bleiben Erde und Pflanzenteile in der Wolle hängen. Deshalb kann die Schafwolle nicht zur Textilproduktion verwendet werden. Aber was dann?
Nützen - Wie aus reiner Schafwolle ein optimaler Pflanzendünger wird
Den nachwachsenden Rohstoff Schafwolle gibt es jedes Jahr von neuem. Schafwolle ist eine natürliche tierische Faser, die hauptsächlich aus Keratin besteht. Keratine sind wichtige Strukturproteine, die in Wirbeltieren vorkommen und unter anderem für die Bildung von Federn, Hörnern, Krallen, Klauen, Hufen, Stacheln, Nägeln und Haaren verantwortlich sind. Aufgrund ihrer chemischen Struktur enthalten Keratine zwischen 15 – 18 % Stickstoff. Um den Stickstoff aus der starren Keratin-Struktur zu lösen und damit pflanzenverfügbar zu machen, müssen die Fasern aufgebrochen werden. Anders gesagt: damit Pflanzen den Stickstoff aus der Schafwolle gut aufnehmen können, sollte die Schafwolle zerkleinert werden. Durch Zerkleinern und Pressen der Schafwolle entstehen Pellets, die leichter Nährstoffe freisetzen und handlicher beim Einsatz im Garten oder auf dem Balkon sind. Des Weiteren wird die Schafwolle vor der Pelletierung noch getrocknet und hygienisiert. Bei der Hygienisierung wird die Wolle 10 Stunden lang auf 75 Grad Celsius erhitzt, um eventuell enthaltene Krankheitserreger abzutöten. Kurzum, durch Zerkleinerung und Hygienisierung von Schafwolle entsteht ein optimaler Pflanzendünger.
Schützen durch Nützen – Juradistl Schafwoll-Pellets
Die Juradistl-Schafwoll-Pellets werden aus 100 % Rohwolle von den Juradistl-Schafen, die an den Hängen des Oberpfälzer Jura weiden, hergestellt. Sie sind damit ein idealer ökologischer und regional gewonnener Langzeitdünger für den Garten.
Juradistl-Schafwollpellets
- sind zu 100% biologisch abbaubar
- geben Stickstoff, Kalium und Phosphor über einen langen Zeitraum gleichmäßig ab, ohne das Grundwasser zu belasten
- fungieren als Wasserspeicher