Im Tal des Frauenbachs bei Velburg
Das idyllische Frauenbachtal zwischen Pathal und Geigerhaid ist ein typischer Talzug des Fränkischen Jura mit naturnahem Flusslauf, Talwiesen, Trockenrasen und Laubwäldern. In dem als Natura2000-Schutzgebiet ausgewiesenen Bachtal konnte mittels Ersatzgelder südlich der Ortschaft Pathal ein etwa 1,6 Hektar großer Flächenkomplex angekauft werden. Die Ankaufflächen umfassen die für das Gebiet typischen Lebensraumtypen: an Auwiesen grenzen ein Laubmischwald und ein Trockenhang an.
Die extensive Bewirtschaftung der Wiesen
trägt zur Artenvielfalt bei.
Durch diverse Maßnahmen wird hier seit dem Ankauf ein Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt geleistet und das Landschaftsbild weiter aufgewertet. Die Wiesenfläche wird seit dem Ankauf extensiv, ohne Verwendung von Dünge- oder Spritzmitteln und unter Einhaltung eines vorgegebenen Schnittzeitpunkts von einem Landwirt vor Ort bewirtschaftet.
Ziel ist es, durch die extensive Bewirtschaftung eine für die Juratäler typische Auwiese mit ihrer charakteristischen Artenvielfalt zu etablieren. Der verbrachte Magerrasen wurde entbuscht und dabei eine alte Obstbaumreihe wieder freigestellt. Seit der Freistellung wird der Magerrasen wieder regelmäßig vom Wanderschäfer beweidet. Im angrenzenden, bewaldeten Hangbereich wurden einzelne Bäume entfernt, um eine lichte Waldstruktur zu fördern.
Foto: Georg Knipfer
Kontrolluntersuchungen der Fauna und Flora auf den Ankaufflächen zeigen erste positive Entwicklungen: besonders der wieder freigestellte und nun regelmäßig beweidete Kalkmagerrasen hat an Bedeutung gewonnen. Stark gefährdete Schmetterlingsarten, wie der Weiße Waldportier oder der Thymian-Ameisenbläuling (siehe Foto) konnten sich hier zwischenzeitlich wieder ansiedeln.